Im Jahre 1949 gründete Karl Heinz Reinheimer den Justus von Liebig Verlag. Der Verlagsname geht auf den berühmten Darmstädter Wissenschaftler und Forscher zurück, Anlass waren die ersten Veröffentlichungen des Verlages: in dem vom Hunger geprägten Nachkriegs-Deutschland erschienen wissenschaftliche Lehrbücher über optimierte, moderne Bodendüngung und Landwirtschaft. Helmut Lortz schuf dazu das passende Signet: eine Samenkrume unter der Erde, auf die die Sonne scheint.

Zum Glück wurde Deutschland kein reiner Agrar-Staat. Das große Wirtschaftswachstum ermöglichte der Kultur ausreichend große Entfaltungsräume. Der Verlag entwickelte sich vom ersten Image des Agrar-Wissenschafts-Verlags zu einem Verlag mit Schwerpunkt in der Darmstädter Kultur-Szene. Entscheidend dazu beigetragen hat die von der Stadt Darmstadt herausgegebene Reihe der Darmstädter Schriften.

Über den Darmstädter Grafiker Helmut Lortz und den zumindest zeitweise in Darmstadt lebenden Maler Eberhard Schlotter sind zahlreiche Veröffentlichungen erschienen, aber auch über Bernd Krimmel, Eberhard Linke, Willi Bucher, Hans Sieverding und Horst Haack sind Bücher und Kataloge erschienen, ebenso wie einige Kataloge der Kunsthalle Darmstadt. Diese Veröffentlichungen über zeitgenössische Künstler haben dem Verlag eine ganz wesentliche Neuausrichtung gegeben: der Justus von Liebig Verlag ist zu einen Forum für namhafte, etablierte sowie für junge aufstrebende Künstler geworden.

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